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Chronik
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Aus der "Kundler Chronik" ist zu entnehmen, dass es in frühen Jahren, vor allem bei der Schneeschmelze, durch das Ausbrechen der Ache immer wieder zu schweren Verwüstungen des Gemeindegebietes von Kundl kam. Auf Bitten von Kundl und Liesfeld wurde dann am 26.November 1730 durch das Stadt und Landgericht Rattenberg eine eigene "Dorf - Ackerbau - und Brunnenordnung für Kundl" erlassen. Diese Dorfordnung enthielt unter anderem auch eine "Anordnung zur Brandverhütung". Im Jahr 1790 wird berichtet, dass bei einer weiteren Schneeschmelze "sogar die Kirche zu Kundl in Wasserg'fahr schwebe!" Auch in den Jahren 1820, 1851, 1871 war der Ort stark bedroht. Am 3.Oktober 1884 wurde die "Feuerpolizei - und Feuerwehr Ordnung" zur Gründung einer Feuerwehr herausgegeben. Auf Grund dieser Ordnung kam es am 20. Mai 1889 zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Kundl bei der der Initiator Romedius Bucher nach den Bestimmungen des Feuerwehrgesetzes zum 1. Kommandanten der neu gegründeten Wehr gewählt wurde. Die Feuerwehr Kundl war somit die 10. Gemeinde des Bezirks-Feuerwehrverbandes. Als Spritzenmagazin diente der damalige Schuppen des Pfarrstalles. Das erste Löschgerät bestand aus: 1 Handfeuerspritze 28 Wassereimer 260m Hanfschlauch 4 Feuerhaken 8 Hanfgürtel 9 Leinen 1 Signalhorn 1892 wurde Leonhard Rappold zum neuen Kommandanten gewählt. 1895 ergänzte eine hölzerne Schiebeleiter die Ausrüstung und im Jahr 1897 kam eine neue, verbesserte Feuerspritze mit eingebautem Saugwerk dazu. Im Jahr 1900 wurde von der Feuerwehr Kundl ein eigener Verlag gegründet, der mit der Herstellung von "Korrespondenz Karten" beauftragt wurde. Der Reinerlös durch den Verkauf wurde zur Anschaffung für neues Löschgerät verwendet. Die Einsatzfähigkeit der Wehr wurde am 1.Mai 1906 durch die Anschaffung einer "Rosenbauer Abprotzspritze" gestärkt, zu deren Bedienung "nur" mehr 4 starke Männer benötigt wurden. Der 17. Oktober 1912 brachte einen der 4 ersten großen Einsätze der noch jungen Feuerwehr. Beim Brand der Kühlanlage der Brauerei Kundl stand den Einsatzkräften nur eine Brunnenleitung zur Verfügung. So wurden mit dem Brauerei LKW die Feuerwehren aus Breitenbach, Rattenberg, Wörgl und Kramsach zur Hilfeleistung herbeigeholt. Ihr erstes großes Fest beging die Freiwillige Feuerwehr Kundl am 30. August 1914 beim 25jährigen Gründungsfest. Der Ausbruch des 1. Weltkrieges stoppte vorerst die Weiterentwicklung der Feuerwehr. Jedoch wurden durch russische Kriegsgefangene 2000m Wasserleitung im Ort gebaut die wesentlich zur besseren Brandbekämpfung beitragen sollten. Am 1. Mai 1921 wurde durch den späteren Ehrenkommandanten Georg Filzer sen. ein eigener "Löschzug Liesfeld" aufgestellt. Filzer wurde jedoch noch im Gründungsjahr nach Kundl abberufen und ihm folgte Johann Margreiter auf den Posten des Kommandanten nach. Als Geräteschuppen diente ein alter Holzschuppen nahe des heutigen Feuerwehrhauses in Liesfeld. 24. Dezember 1922 - Leonhard Rappold - langjähriger Kommandant und Stellvertreter wurde zu Grabe getragen. Josef Brugger folgte ihm auf den Posten des Ortsfeuerwehrkommandanten nach. Im Jahr 1925/26 umfasste der statistische Nachweis Einwohner: 1438 Häuser: 211 1 Fluß (Inn), 2 Bäche (Mühlbach und Ache), 1 Teich, 2 Reservoirs, 4 Brunnen und eine Hochdruckleitung mit 41 Hydranten; Gerät: 2 Steigerleitern, 2 Ansteckleitern, 4 Hakenleitern, 2 Steckleitern, 2 Kastenspritzen für Handbetrieb, 760m Schläuche, 4 Schlauchwagen, 1 Gerätewagen, 1 Tragbahre, 3 Signalhörner, aufgeteilt auf Kundl und Liesfeld Mannschaftsstand: 113 aktive und 3 unterstützende Schätzwert: 6.000,-- Schilling (436 €) Kommandant: Josef Brugger Kommandant-Stv: Josef Jesacher Zum 40. Jubiläumsjahr erhielt die Feuerwehr Kundl am 5. Mai 1929 ein neues Gerätehaus das im Gemeindehaus untergebracht war. Der alte Pfarrstall hatte bis dahin 40 Jahre als Zeughaus gedient. Am 7. September 1930 wurde die Schlagkraft der Kameraden durch eine Rosenbauer "Vierzylinder Leichtmotorspritze" (24PS) mit Anhänger erweitert. Zum damaligen Kaufpreis von 80.000.-Schilling (5814 €) haben die Brauerei, Dampfsägewerk und Ziegelei kräftig dazu gespendet. 1930 hat der damalige Medizinalrat Dr. Hans Bachmann eine eigene Rettungsabteilung eingeführt, der fünf Feuerwehrmänner angehörten. Mit einem eigens angeschafften Rettungswagen wurden Verletzte oder kranke Personen zum Bahnhof oder direkt ins Krankenhaus Wörgl gebracht. Josef Brugger wurde am 21. März 1931 zum "Oberkommandanten" befördert und Georg Filzer stieg am 25. Februar 19342 um Kommandanten Stellvertreter auf. Ein Trauertag für Kundl war der 4. März 1935. An diesem Tag wurde der Kundler Landeshauptmann "Dr. Franz Stumpf " zu Grabe getragen. Im Jahr 1936 übernimmt der damalige "Marcherbauer" Alois Hörhager die Führung des LZ-Liesfeld. Statistischer Nachweis von 1936: Kommandant: Josef Brugger Kommandant-Stv.: Georg Filzer sen. Adjutant: Franz Mair Kundl: 1760 Einwohner Häuser: 265 Ausrüstung: 1 Motorspritze 24PS mit Wagen 3 Schiebeleitern 1 fahrbarer Sanitätswagen 900m Schlauch 10 Strahlrohre Magazine: 1 gemauertes in Kundl 1 Holzhaus in Liesfeld 137 Feuerwehrmänner 1936: Georg Filzer sen. wird zum neuen Kommandanten gewählt und Josef Jesacher als Ehrenmitglied zu seinem Stellvertreter. Im März 1938 kam es durch den Einmarsch Deutscher Truppen zum Anschluss Österreichs an Deutschland. Am 3. September 1939 wurde durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges wiederum die Entwicklung der Feuerwehr Kundl gestoppt. Zum Ende des 2.Weltkrieges 1945 verblieben aus Beständen eines in Kundl stationierten Löschregiments ein Löschfahrzeug "Klöckner-Deutz (LF15)" im Besitz der Feuerwehr Kundl. Das Fahrzeug hatte eine eingebaute Pumpe und Schlauchmaterial. In den folgenden Jahren wuchs unsere Gemeinde rasch an und so ist aus der Gemeindestatistik für das Jahr 1950 folgendes zu entnehmen: Einwohner: 2100 Häuser: 309 42 Hydranten, 2 Wasserspeicher a 300m³, sechs Tiefbrunnen die Ausrüstung der Wehr bestand aus 1 Löschfahrzeug LF 15 1 Löschfahrzeug LF 8 mit Anhänger 1 Kraftrad 1 Schubleiter 2 Schlauchwagen 1 Sirene 15 Strahlrohre 880m B-Schläuche 720m C-Schläuche Mannschaft: 60 Burgi Bramböck war die Spenderin und Patin unserer Feuerwehrfahne die am 17. August 1952 gesegnet wurde. 1952 konnte auch das neue Gerätehaus des LZ-Liesfeld eingeweiht werden. Am 22. Juli 1956 wurde eine neue Tragkraftspritze mit VW Motor eingeweiht, die alte Pumpe wurde dem LZ-Liesfeld übergeben und somit waren 2 TS in Kundl stationiert. Bei der 74. Jahreshauptversammlung am 2. März 1963 übernahm Georg Filzer jun. das Amt des Kommandanten von seinem Vater Altbürgermeister Georg Filzer sen. . Josef Wallner der “Wallner Pepi" wurde zu seinem Stellvertreter bestellt. Noch im gleichen Jahr ernannte die FF-Kundl Altkommandant Filzer sen. zu seinem Ehrenmitglied und er wurde zugleich zum neuen Abschnittskommandanten gewählt. Eine bis heute fortgesetzte Gepflogenheit der Feuerwehr Kundl wurde am 10. Februar 1968 ins Leben gerufen. An diesem Tag fand der 1. Schulungsabend im Keller des Schulhauses statt. Noch heute werden jeden Winter im Schulungsraum der Kundler Wehr Vorträge von Feuerwehrkameraden oder Gastrednern abgehalten, die auch von Kameraden anderer Feuerwehren gern und zahlreich besucht werden. 19.Mai 1968 Ein großer Tag für die Kundler Feuerwehr. Unser erstes Tanklöschfahrzeug, ein "Steyr 680" TLF-A 2000 wurde eingeweiht. Kommandant Filzer jun. wurde am 8. Juli 1968 zum Brandinspektor "BI" und zugleich Abschnittskommandanten ernannt. Durch das erste Einsatzfahrzeug, einen "VW-Bus mit eingebauter Pumpe" für den LZ-Liesfeld, das am 8. Oktober 1972 der Wehr übergeben werden konnte, stieg auch die Einsatzstärke der Gesamt Wehr wesentlich. Unter Kommandant Filzer und Bürgermeister RR Walter Doblander konnte die Entwicklung der Feuerwehr weiter vorangetrieben werden. So erhielten die Kameraden am 27. September 1975 ein weiteres Fahrzeug, ein Löschfahrzeug Marke Opel Blitz "Pumpe Kundl". Auch wenn alle Einsätze einer Feuerwehr erwähnenswert sind, ist jedoch der Einsatz vom 24. November 1976 ganz besonders hervorzuheben. An diesem Tag ging das damalige "VELOX" Werk - am Gelände der heutigen Firma Pfeifer, in Flammen auf und entwickelte sich zum bis dahin größten Einsatz zu dem die Kundler Feuerwehrkameraden und sämtlicher Nachbarwehren ausrücken mussten. In der Feuerwehrchronik ist ein detaillierter Bericht dieses Einsatzes einzusehen. Unser langjähriger Kommandant - Altbürgermeister und Ehrenmitglied " Georg Filzer sen." der die Geschicke der Feuerwehr in den Jahren 1936 bis 1963 leitete wurde am 21. Februar 1977 zu Grabe getragen. Mit einem dreitägigen Fest beging am 6. Juni 1979 die Wehr ihr 90jähriges Gründungsfest, bei dem auch eine neue Pumpe für den LZ-Liesfeld geweiht werden konnte. Am 14. Mai 1982 wurde beim 106. Bezirksfeuerwehrtag, abgehaltenin Kundl, "Karl Farthofer" zum neuen Bezirksfeuerwehrkommandanten gewählt Eine weiterer Verstärkung für den LZ-Liesfeld brachte am 29. Oktober 1983 die Anschaffung einer neuen Tragkraftspritze "TS Rosenbauer Supermatic VW80" zum damaligen Preis von 80.000 ÖS (5814 €). Nach langem Bitten der Feuerwehrkameraden und vielen Verhandlungen war es 1984 endlich soweit das mit dem Bau des neuen, heutigen, Feuerwehrhauses auf dem Platz des damaligen "Wöll und Leimgruber" im Ortszentrum begonnen werden konnte. Am 23. Juni 1985 wurde dann das neue Heim der Kundler Feuerwehr unter Anteilnahme zahlreicher Gäste von Pfarrer Karl Mitterer eingeweiht. Zugleich wurde den Kameraden ein neues Rüstfahrzeug mit Bergeschere übergeben. Eine wesentliche Verbesserung für das Feuerwehrwesen im Bezirk brachte die Einführung der neuen "Notrufzentrale in Kufstein" im Jahr 1987, bei der unter der Notrufnummer " 1 2 2 " sämtliche Notrufe entgegengenommen und an diejeweilige Feuerwehr weitergeleitet werden können. Im Jahr 1987 war dann endlich der Baubeginn des neuen Feuerwehrhauses Liesfeld. Am 19. März 1988 wurde bei der 99. Jahreshauptversammlung, nach 25 Jahren, Kommandant Filzer Georg von Fuchs Heinrich als Kommandant abgelöst. Unter dessen neuen Führung konnte am 12. Juni 1988 nicht nur das Neue Zeughaus in Liesfeld sondern auch ein Tanklöschfahrzeug der Marke Mercedes TLF A 3000-200 für die Ortsfeuerwehr in Empfang genommen werden. Fortsetzung folgt....
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